2-in-1 Duschbecken

Johannes Kepler Universität Linz
Nicole Zöhner 04.08.1998
Kleine Fläche - großer Komfort: Die Waschbecken-Dusch-Kombination ermöglicht eine besonders platzsparende Anordnung eines städtischen Badezimmers in der Zukunft.

Projektbeschreibung

Zukünftiges Wohnen wird flächenmäßig kleiner werden, weil mehr Menschen auf dem gleichen Raum Platz finden müssen, aber auch der Wohlstand der Menschen wird weiter wachsen. Komfort in unserem Zuhause ist uns wichtig, um uns eine Auszeit von äußeren Einflüssen nehmen zu können. Dabei wird es eine besondere Herausforderung werden, noch weniger Raum zur Verfügung zu haben, in dem ein noch größeres Bedürfnis an Entspannung befriedigt werden kann.

Künftig muss also in der Planung zumindest von städtischen Wohnräumen darauf geachtet werden, Möbel und Installationen möglichst platzsparend zu planen und zu verbauen. Bei vielen Produkten hat sich eine 2-in-1-Nutzung bereits bewährt und auch die Waschbecken-Dusch-Kombi könnte bald zu dieser Produktpalette gehören.

Der Idee nach kann ein Waschbecken so konstruiert werden, dass es von oben betrachtet tatsächlich einem Waschbecken entspricht, das durch Ziehen eines Staukolbens aber ganz simpel in eine Dusche verwandelt werden kann.
Die Bedienbarkeit ist dabei simpel und intuitiv gehalten: Wer das Waschbecken benutzen möchte, kann dies mit einem ganz normalen Misch-Hebel tun und so sowohl die Strahlstärke als auch die Temperatur einstellen. Wer daraufhin den Staukolben aus der Leitung zieht, ermöglicht dem Wasser den ungehinderten Fluss in den Unterteil der Beckenkonstruktion, die regelmäßig durchlöchert ist und damit wie eine Dusche funktioniert.
Auch die Höhenanpassung stellt keine Schwierigkeit dar, da diese durch Verschieben des Beckens auf einer Schiene erfolgt. Diese Schienenkonstruktion kann auf bereits bewährten Systemen basieren, wie jenen, die man von Schultafeln kennt.

Durch die Höhenverstellbarkeit kann die Konstruktion als Waschbecken in jeder Höhe, aber auch als Dusche verwendet werden und kann daher auch besonders gut in Haushalten installiert werden, in denen verschiedenste Personengruppen aufeinandertreffen (Kinder, Erwachsene, Körperlich-Beeinträchtigte, …) oder in Gebäuden, in denen die Bewohner in hoher Frequenz wechseln (zum Beispiel Studierendenheime).

Das verwendete Wasser kann durch einen Abfluss im geneigten Boden unter dem "Duschbecken" abfließen, so dass keine Duschwanne benötigt wird. Dadurch ist es auch möglich, die Kombi für behindertengerechte und barrierefreie Bäder einzusetzen. Installiert man dazu noch ein Wasserklosett im gleichen Raum, kommt man dennoch unter Beachtung aller Normen für behindertengerechte und barrierefreie Bäder auf eine unschlagbare Gesamtfläche des Badezimmers von ca. 4qm. Muss das Bad diesen speziellen Anforderungen nicht entsprechen, fallen die Maße wesentlich kleiner aus.

Als Studentin der Wirtschaftspädagogik ist es mir ein Anliegen, anzumerken, dass ich leider keinen Plan des ganzen Badezimmers bzw. der Gesamtausführung inklusive Schiene und Abfluss anfertigen konnte, aber darf Sie mit Stolz auf den Anhang hinweisen, in dem sich ein Plan in drei Ansichten des tatsächlichen Beckens befindet.

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